28 April 2026, 02:31

Urteil gegen mutmaßliche Hassgewalt: Sechs Angeklagte lockten schwule Männer in Fallen

Plakat mit fettem schwarzem Text auf weißem Hintergrund: "Vergewaltigung ist nicht in Ordnung: Sexualisierte Gewalt ist ein ernsthaftes Problem", eingerahmt von einem schwarzen Rand.

Urteil gegen mutmaßliche Hassgewalt: Sechs Angeklagte lockten schwule Männer in Fallen

Am Dienstag um 9:00 Uhr wird das Landgericht Frankfurt (Oder) sein Urteil in einem Verfahren gegen sechs Angeklagte verkünden, die beschuldigt werden, gezielt schwule Männer angegriffen zu haben. Zu der Gruppe gehören drei junge Erwachsene und drei Jugendliche, die mutmaßlich über gefälschte Profile in Dating-Apps ihre Opfer in abgelegene Orte gelockt haben sollen. Der Prozess fand weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da einige der Angeklagten minderjährig sind.

Den sechs Beschuldigten werden schwere Raubüberfälle und Körperverletzung vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft erstellten sie falsche Profile in Dating-Apps, um schwule Männer anzulocken, und überfielen sie anschließend in abgelegenen Gebieten. Die Opfer berichteten von Schlägen, Raub und homophoben Beschimpfungen während der Angriffe.

Der Gruppe wird zudem vorgeworfen, ihre Straftaten systematisch dokumentiert zu haben. Der Großteil der Verhandlung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, um die Identität der jugendlichen Angeklagten zu schützen. Die Urteilsverkündung erfolgt jedoch öffentlich.

Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen Vorwürfe organisierter Gewalt gegen schwule Männer unter Vorspiegelung falscher Tatsachen. Bei einer Verurteilung drohen den Angeklagten erhebliche Strafen für ihre Beteiligung an den Angriffen. Die öffentliche Bekanntgabe des Urteils bildet den Abschluss eines Prozesses, der weitgehend hinter verschlossenen Türen stattfand.

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