17 April 2026, 06:36

Warendorf beharrt auf umstrittenen Straßennamen trotz Bürgerprotesten

Schwarzes und wei├čes Foto einer Stra├če mit Geb├Ąuden, Fenstern, S├Ąulen, Namensschildern, Hütten und Masten.

Warendorf beharrt auf umstrittenen Straßennamen trotz Bürgerprotesten

Stadt Warendorf behält umstrittene Straßennamen bei

Der Stadtrat von Warendorf hat beschlossen, die Namen von drei umstrittenen Straßen nicht zu ändern. Die Entscheidung steht im Widerspruch zu einer Empfehlung eines Bürgergremiums, das sich für eine Umbenennung ausgesprochen hatte. Als Hauptgründe nannten die Verantwortlichen Haushaltszwänge und die Präferenzen der lokalen Bevölkerung.

Die Straßen Wagenfeldstraße, Agnes-Miegel-Weg und Heinrich-Tenhumberg-Straße behalten vorerst ihre bisherigen Bezeichnungen. Auch eine Tafel mit einem Zitat der Schriftstellerin Agnes Miegel am Rathaus bleibt erhalten.

Auslöser der Debatte war ein Bündnis von Bürgern, das sich für eine Änderung der Straßennamen sowie die Entfernung der Miegel-Tafel eingesetzt hatte. Kritiker argumentierten, dass einige der durch die Namen geehrten Persönlichkeiten umstrittene Ansichten vertraten. Die Mehrheitskoalition aus CDU und Freien Wählergemeinschaft (FWG) lehnte den Vorschlag jedoch ab.

Alleine der Austausch der Straßenschilder hätte die Stadt 5.700 Euro gekostet. Ratsmitglied André Wenning (FWG) betonte, dass die Meinung der Anwohner wichtiger sei als die Empfehlung des Gremiums. Ebenfalls abgelehnt wurde ein Kompromissvorschlag: die Anbringung eines Zitats des Warendorfer Autors Paul Schallück neben dem von Miegel.

Reinhold Schoppmann, der sich im Bündnis für die Entfernung der Tafel engagiert, kritisierte das Ergebnis scharf. Die Entscheidung sei enttäuschend, da der Rat sowohl eine Umbenennung als auch alternative Lösungen abgelehnt habe.

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Mit dem Beschluss bleiben die Straßennamen und die Gedenktafel unverändert. Finanzielle Erwägungen und das Feedback der Bürger spielten dabei eine zentrale Rolle. Vorerst bleibt in Warendorf also alles beim Alten.

Quelle