Wasserknappheit bedroht Wirtschaft: Minister warnt vor Dürre-Folgen und Investitionsflucht
Sofia ReisingWasserknappheit bedroht Wirtschaft: Minister warnt vor Dürre-Folgen und Investitionsflucht
Bundesumweltminister Carsten Schneider hat vor den schwerwiegenden wirtschaftlichen Risiken steigender Temperaturen gewarnt. Besonders besorgniserregend sei der wachsende Druck auf die Wasserversorgung durch Dürreperioden und sinkende Grundwasserstände, so der Minister.
Schneider betonte, dass zahlreiche Unternehmen auf eine zuverlässige Wasserverfügbarkeit angewiesen seien. Austrocknende Seen und schrumpfende Grundwasservorräte könnten Investitionen in betroffenen Regionen unattraktiv machen und Firmen abschrecken.
Auch die gesellschaftliche Toleranz gegenüber Wasserknappheit verändert sich – mit direkten Auswirkungen auf die Unternehmensplanung. Finanzinstitute wie die Bundesbank und Versicherungen berücksichtigen Naturgefahren mittlerweile häufiger in ihren Risikobewertungen.
Trotzdem bleibt das Bewusstsein für wasserbezogene Risiken in der Wirtschaft noch gering. Kreditgeber drängen Unternehmen zunehmend dazu, systematische Risikoanalysen einzuführen, um diesen Herausforderungen zu begegnen.
Die Warnung des Ministers fällt in eine Phase, in der Finanzinstitute ihre Kreditvergaberichtlinien anpassen. Unternehmen könnten künftig strengere Prüfungen ihrer Wasserabhängigkeit durchlaufen müssen. Die abnehmenden Wasserressourcen könnten in den kommenden Jahren Investitionsentscheidungen grundlegend verändern.
