Zwei Drittel der Studiengänge nehmen 2026 alle Bewerber ohne NC auf
Mehr als zwei Drittel der Studiengänge an deutschen Hochschulen nehmen im Wintersemester 2026/27 alle Bewerber auf
Damit vollzieht sich ein grundlegender Wandel beim Zugang zur Hochschulbildung in Deutschland. Studierende sehen sich künftig mit weniger Hürden konfrontiert, wenn es um die Aufnahme ihres Wunschfachs geht.
Noch vor einem Jahrzehnt verlangte fast die Hälfte aller Bachelorstudiengänge spezifische Zugangsvoraussetzungen. Heute unterliegen nur noch 31,6 Prozent der Studienangebote Zulassungsbeschränkungen – ein leichter Rückgang um 0,9 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Trend spiegelt eine generelle Öffnung des deutschen Hochschulsystems wider.
Besonders gute Chancen auf einen Studienplatz ohne Numerus Clausus haben künftige Studierende in Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz. In diesen Bundesländern ist weniger als jedes fünfte Studienangebot mit Zugangsbeschränkungen belegt. Demgegenüber verzeichnen Berlin und Baden-Württemberg nach wie vor die höchsten Anteile an zulassungsbeschränkten Studiengängen.
Hamburg verzeichnet dramatischen Rückgang Innerhalb von nur zwei Jahren sank der Anteil der Studiengänge mit Zulassungsbeschränkung in der Hansestadt von 62,4 auf 37,6 Prozent. Aktuell nehmen bundesweit sieben von zehn Bachelorstudiengängen Studierende unabhängig von ihren Schulnoten auf.
Die sinkenden Zulassungshürden ermöglichen es immer mehr Studierenden, ihr Wunschfach ohne Notendruck zu belegen. Diese Entwicklung erweitert den Zugang zu akademischer Bildung für eine breitere Bewerbergruppe. Der Trend scheint sich auch für das kommende akademische Jahr fortzusetzen.






