Zwölf Jahre Haft für brutalen Mord an Seniorin während Raubüberfalls
Sofia ReisingZwölf Jahre Haft für brutalen Mord an Seniorin während Raubüberfalls
Ein Mann ist wegen des Mordes an einer älteren Frau während eines Raubüberfalls zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, nachdem bei dem Angeklagten Schizophrenie diagnostiziert worden war.
Der Täter war durch eine unverschlossene Balkontür in die Wohnung des Opfers eingedrungen, mit der Absicht zu stehlen. Im Inneren griff er die Frau an, tötete sie und verübte anschließend eine sexuelle Nötigung. Nach der Tat nutzte er ihre Bankkarte für kleinere Einkäufe in Kehl und Offenburg.
Die Polizei nahm ihn später am Bahnhof von Offenburg fest, nachdem seine DNA – die bereits aus früheren kleineren Straftaten in den Akten war – ihn mit dem Verbrechen in Verbindung brachte. Das Gericht betonte Habgier, Heimtücke sowie die Absicht, weitere Straftaten zu begehen, als erschwerende Umstände. Seine Schizophrenie wurde jedoch als mildernder Faktor bei der Strafzumessung berücksichtigt.
Sollte sich sein Zustand durch Medikation bessern, könnte der Verurteilte nach Verbüßung von zwei Dritteln seiner Strafe vorzeitig entlassen werden. Die Verurteilung umfasst Mord in Verbindung mit Raub und Vergewaltigung mit Todesfolge. Das Urteil spiegelt sowohl die Brutalität der Tat als auch die psychische Erkrankung des Angeklagten wider. Aufgrund der sensiblen Natur seines Gesundheitszustands wurde der Fall nicht öffentlich verhandelt.






