20 March 2026, 18:30

Frankfurts römische Vergangenheit wird im neuen Wohnviertel lebendig

Schwarzes und weißes Foto der Ruinen eines römischen Amphitheaters in Timbuktu, Türkei, das Säulen, Treppen und Text am Boden zeigt.

Frankfurts römische Vergangenheit wird im neuen Wohnviertel lebendig

Ein neues Wohnviertel in Frankfurt wird bald die römische Vergangenheit der Stadt erlebbar machen. Originale Ruinen der antiken Siedlung Nida, die etwa 1.800 Jahre alt sind, werden an der Adresse In der Römerstadt 126–134 erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Projekt verbindet modernes Wohnen mit Denkmalschutz und schafft für Bewohner und Besucher eine direkte Verbindung zu Frankfurts früher Geschichte.

Am 2. März 2026 präsentierten Stadtvertreter und Archäologen ein architektonisches Modell des künftigen Museumsbereichs. Der Entwurf sieht eine Ausstellung im Erdgeschoss sowie in einem Anbau eines der Neubauten vor – die meisten Funde bleiben dabei an ihrem ursprünglichen Ort.

Bei den Ausgrabungen stießen Forscher auf gut erhaltene bauliche Überreste, darunter einen hölzernen Keller, der 2023 geborgen wurde. Dieser wird im Rahmen der Ausstellung an seinen ursprünglichen Standort zurückversetzt. Dr. Wolfgang David, Direktor des Archäologischen Museums, betonte die Authentizität der römischen Ruinen und die einzigartige Atmosphäre, die sie schaffen.

Die Ausstellung zeigt nicht nur die Funde, sondern erläutert auch die Topografie und städtische Entwicklung Nidas. Interaktive Workshops ermöglichen es Besuchern, sich aktiv mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Das Projekt steht in der langen Tradition Frankfurts, archäologische Forschung zu betreiben – von den Laiengrabungen des 19. Jahrhunderts und Hobbyausgrabungen der 1960er-Jahre bis hin zu den heutigen professionellen Untersuchungen.

Doch nicht nur im Wohnviertel zeugen Funde von Frankfurts römischem Erbe: In Heddernheim wurden vier Mithräen entdeckt, dazu ein Mithräum am Ballplatz. Bei Sanierungsarbeiten im Bolongaro-Palast im Stadtteil Höchst stieß man auf ein frühes römisches Militärlager. Diese verstreuten Spuren liefern wertvolle Einblicke in die antike Vergangenheit der Stadt.

Das im März vorgestellte Modell veranschaulicht, wie sich die Ruinen harmonisch in den neuen Wohnkomplex einfügen. Die Zusammenarbeit zwischen dem Archäologischen Museum, der Stadtplanung und der ABG FRANKFURT HOLDING stellt sicher, dass die historische Bedeutung der Stätte für die Öffentlichkeit erlebbar bleibt.

Das Wohnprojekt In der Römerstadt bewahrt Frankfurts römisches Erbe, während es gleichzeitig modernen Wohnraum schafft. Die in die Neubauten integrierte Ausstellung erhält die Funde in ihrem ursprünglichen Kontext. Besucher können die antike Stadt Nida durch Ausstellungsstücke, Workshops und den rekonstruierten hölzernen Keller erkunden – so bleibt die Geschichte des Ortes als sichtbarer Teil der Frankfurter Zukunft erhalten.

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