Lufthansa transportiert 30 Tonnen medizinische Hilfsgüter aus China nach Frankfurt
Alan JunkLufthansa transportiert 30 Tonnen medizinische Hilfsgüter aus China nach Frankfurt
Ein Lufthansa-Passagierflugzeug ist in Frankfurt mit fast 30 Tonnen dringend benötigter medizinischer Hilfsgüter aus China gelandet. Der Flug ist Teil der Bemühungen der Airline, die Frachtkapazitäten angesichts weitreichender Stornierungen im Passagierverkehr auszubauen. Die Behörden beider Länder genehmigten die Operation und unterstrichen damit ihre Bedeutung in der aktuellen Krise.
Die Maschine mit dem Kennzeichen D-AIKI absolvierte die elfstündige und sechsminütige Reise beladen mit Masken, Schutzkleidung und anderen lebenswichtigen medizinischen Gütern. Anders als bei regulären Flügen wurde dabei nicht nur der Frachtraum, sondern auch die Passagierkabine – inklusive der Gepäckfächer – genutzt, um den verfügbaren Stauraum maximal auszuschöpfen.
Lufthansa Cargo, eine Sparte mit rund 4.500 Beschäftigten weltweit, erzielte 2019 einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. Da der Passagierverkehr derzeit weitgehend ruht, prüft das Unternehmen nun vermehrt reine Frachtflüge mit Passagiermaschinen. Ein spezieller Frachter vom Typ Boeing 777F kann normalerweise bis zu 103 Tonnen transportieren, doch die umgerüsteten Flugzeuge helfen, die Lücke zu schließen.
Der Luftfrachtverkehr spielt in Notlagen eine entscheidende Rolle, etwa beim Transport von Pharmaprodukten, Ersatzteilen oder leicht verderblichen Waren. Durch den Einsatz von Frachtern und Passagiermaschinen will Lufthansa Cargo die Lieferketten während der anhaltenden Störungen sichern.
Die Ankunft des Fluges in Frankfurt bringt Europa dringend benötigte medizinische Ausrüstung. Die Umrüstung von Passagierflugzeugen für Frachtgüter spiegelt die allgemeinen Bestrebungen wider, globale Logistiknetze aufrechtzuerhalten. Weitere reine Frachtflüge könnten folgen, da die Nachfrage nach essenziellen Gütern weiterhin hoch bleibt.






