Rödermark sagt AfD-Aschermittwochsveranstaltung wegen Extremismusvorwürfen ab
Gordana GnatzRödermark sagt AfD-Aschermittwochsveranstaltung wegen Extremismusvorwürfen ab
Rödermark hat eine geplante "Politische Aschermittwochsveranstaltung" der AfD abgesagt. Die Stadtverwaltung kündigte den Mietvertrag für die städtische Kulturhalle mit der Begründung extremistischer Verbindungen und formaler Bedenken. Der Beschluss erfolgte nach einem Antrag der örtlichen CDU und Sorgen über die tatsächlichen Veranstalter der Veranstaltung.
Die als zentrale hessische Kundgebung geplante Veranstaltung war offiziell vom AfD-Kreisverband Offenbach-Land gebucht worden. Allerdings hatte der Rödermarker AfD-Ortsverband die Reservierung vorgenommen, was Fragen aufwarf, wer die Halle tatsächlich nutzen würde. Bürgermeister Rotter begründete die Absage damit, dass die Veranstalter verfassungsfeindliche Positionen vertreten würden – damit sei der wichtigste Veranstaltungsort der Stadt für solche Zwecke ungeeignet.
Die Entscheidung stützte sich zudem auf die Ausrichtung der Veranstaltung und die eingeladenen Redner. Ein geplanter Redner, Matthias Helferich, ist für ethnonationalistische und extremistische Positionen bekannt. Seine Ansichten gelten selbst innerhalb seiner AfD-Fraktion als zu radikal.
Offizielle AfD-Stellungnahmen bestätigten nicht, wie viele hessische Landtagsabgeordnete an der Veranstaltung teilnehmen wollten. Die Absage basiert sowohl auf formalen als auch inhaltlichen Gründen, darunter die Hintergrund der Veranstalter und die politische Ausrichtung der Kundgebung.
Mit dem Schritt verhindert die Stadt, dass die AfD die Rödermarker Kulturhalle für ihre Veranstaltung nutzt. Die Entscheidung unterstreicht die Sorgen vor extremistischen Verbindungen und der missbräuchlichen Nutzung öffentlicher Räume. Die Veranstalter müssen nun einen alternativen Ort finden oder die Kundgebung vollständig absagen.






