Deutsche Bank räumt schweren Fehler bei Jeffrey Epstein als Kunden ein

Tomislav Paffrath
Tomislav Paffrath
2 Min.
Eine alte deutsche Banknote mit einer Vogeldarstellung und dem Text "Deutsche Bank und Disconto-Gefälligkeit Berlin".Tomislav Paffrath

Deutsche Bank gibt Fehler bei Epstein-Geschäften zu - Deutsche Bank räumt schweren Fehler bei Jeffrey Epstein als Kunden ein

Die Deutsche Bank hat eingeräumt, einen schweren Fehler begangen zu haben, als sie Jeffrey Epstein 2013 als Kunden akzeptierte. Der verurteilte Sexualstraftäter, der 2019 in Haft starb, betrieb über Jahre ein Missbrauchsnetzwerk, das sich gegen junge Frauen und Minderjährige richtete. Neu veröffentlichte Dokumente zeigen nun, dass er bei der Bank mehr als 40 Konten unterhielt, auf denen Millionen an Vermögenswerten lagerten.

Epstein wurde im August 2013 Kunde der Deutschen Bank. Die Bank leitete im Dezember 2018 – Monate vor seiner Festnahme – das Verfahren zur Beendigung der Geschäftsbeziehung ein. Als die Behörden ihn im Juli 2019 in Gewahrsam nahmen, kontaktierte die Bank umgehend die Ermittler und sicherte volle Zusammenarbeit zu.

Aus Unterlagen des US-Justizministeriums, die im Februar 2026 veröffentlicht wurden, geht das Ausmaß von Epsteins finanziellen Aktivitäten bei der Bank hervor. Bis Februar 2019 besaß er 14 Vermögenswerte im Wert von knapp 48 Millionen Dollar sowie Einlagen in Höhe von rund 135 Millionen Dollar. Einige Transaktionen wurden als Zahlungen an "scheinbar ausländische Models" markiert – später als Opfer identifiziert – sowie an mögliche Komplizen.

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat seitdem Bedauern über die versagende Aufsicht geäußert. Er bestätigte, dass Mitarbeiter für das Versäumnis Konsequenzen tragen mussten, nannte jedoch keine Details. Die Bank hat seitdem ihre Kontrollen verschärft und massiv in Schulungen und Systeme investiert, um Finanzkriminalität zu verhindern.

Der Druck auf mehr Transparenz wächst weiter. Klaus Nieding, Vizepräsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), fordert die Bank auf, sämtliche Unterlagen zu Epsteins Geschäften offenzulegen.

Epsteins Tod 2019 beendete weitere juristische Schritte gegen ihn. Die Deutsche Bank steht jedoch weiterhin wegen ihrer damaligen Handhabung seiner Konten in der Kritik. Der Fall hat das Institut zu einer grundlegenden Reform seiner Compliance-Maßnahmen gezwungen, doch Fragen nach der Verantwortung bleiben offen.

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