Lüneburger Bäckerei tauft Amerikaner in Grönländer um – als süßen Protest

Gordana Gnatz
Gordana Gnatz
2 Min.
Ein Tablett mit verschiedenen dänischen Gebäckstücken, einige davon mit Puderzucker bestäubt, steht auf einer Theke neben einem offenen Fenster und wird von warmem Licht beschienen.Gordana Gnatz

Lüneburger Bäckerei-Idee: "Grönländer" statt "Amerikaner" - Lüneburger Bäckerei tauft Amerikaner in Grönländer um – als süßen Protest

Eine Bäckerei in Lüneburg hat ihre runden, zuckerglasierten Teilchen von Amerikaner in Grönländer umbenannt – als spielerischen Protest. Die Umbenennung ist eine Reaktion auf den früheren Vorschlag des US-Präsidenten Donald Trump, Grönland kaufen zu wollen. Die Kunden erhalten nach wie vor dasselbe Gebäck – nur steht auf der Rechnung nun ein anderer Name.

Die Aktion hat weit über die Stadtgrenzen hinaus Aufmerksamkeit erregt: Selbst ein Besucher aus Prag lobte die Idee. Einheimische sehen darin eine humorvolle Art, sich mit Dänemark und Europa solidarisieren zu können.

Die Bäckerei De Heidbäcker GmbH entschied sich für den neuen Namen, um ein politisches Zeichen zu setzen. Geschäftsführer Jannik Harms ist überzeugt, dass Bäckereien zum Alltag gehören – und Politik dabei eine Rolle spielt. Das Schild am Laden trägt nun den Spruch Backt Kuchen, nicht Krieg und unterstreicht damit die Botschaft.

Die Teilchen bleiben noch einige Wochen im Sortiment, bevor sie bis zum Herbst aus den Regalen verschwinden. Wenn sie zurückkehren, wird Grönländer ihr offizieller Name sein – zumindest so lange, wie das US-Interesse an Grönland anhält. Die Bäckerei sieht die Aktion sowohl als Statement als auch als kluge Marketingstrategie für traditionelles Handwerksbäckerei.

Warum die Süßspeisen ursprünglich Amerikaner hießen, ist nicht eindeutig geklärt. Manche Theorien führen den Namen auf ein im Rezept verwendetes Triebmittel zurück, andere sehen eine Ähnlichkeit mit den Helmen von Soldaten. Wie auch immer die Geschichte aussieht – der neue Name hat sich schnell durchgesetzt.

Die Kunden in Lüneburg begrüßen die Änderung und betrachten sie als kleine Geste der Solidarität. Die Entscheidung der Bäckerei hat sogar bundesweit für Aufsehen gesorgt und zeigt, dass selbst ein Gebäck Teil einer größeren Debatte werden kann.

Auf Speisekarten und Kassenbons wird der Grönländer den Amerikaner vorerst ersetzen. Der Protest der Bäckerei hat aus einem einfachen Teilchen ein Gesprächsthema gemacht – eine Mischung aus Politik und Alltagskultur. Der süße Genuss bleibt derselbe, nur der Name hat sich geändert.

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