Rekord-CSD in Cottbus: 1.000 Menschen feiern gegen Hass und Rechtsextremismus

Sofia Reising
Sofia Reising
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Eine grosse Gruppe von Menschen mit Fahnen und Transparenten steht vor einem Gebaude, mit einem Mast im Vordergrund und Baeumen auf beiden Seiten, bei einer Christopher Street Day Parade in Berlin.Sofia Reising

Rekord-CSD in Cottbus: 1.000 Menschen feiern gegen Hass und Rechtsextremismus

Cottbus verzeichnete am Samstag die größte Christopher-Street-Day-Parade (CSD) seiner Geschichte – rund 1.000 Teilnehmende zogen durch die Stadt. Damit endete die Pride-Saison in Ostdeutschland mit einem deutlichen Zeichen der Solidarität gegen den wachsenden rechtsextremen Hass in der Region.

Der CSD Cottbus 2025 begann unter angespannten Vorzeichen: Bereits am Freitagabend waren Regenbogenflaggen am Veranstaltungsort der Organisator:innen beschädigt worden. Nur wenige Tage zuvor hatte es einen mutmaßlichen Brandanschlag auf das queere Zentrum Regenbogenkombinat gegeben.

Rund 200 Menschen reisten extra aus anderen Städten an, um an der Demonstration teilzunehmen. In Reden auf Ukrainisch, Russisch, Arabisch und Polnisch wurden die Kämpfe queerer Communities weltweit thematisiert. Die Teilnehmenden forderten mehr gesellschaftliche Akzeptanz und verlangten, das Budget des Brandenburger Queer-Aktionsplans auf 500.000 Euro zu erhöhen.

Angeführt wurde der Umzug von Miss Cherry Moonshine und einem Storch in roten Hosen, gefolgt von einer 20 Meter langen Pride-Flagge. Trotz der feierlichen Stimmung kam es zu Störungen: Fans des FC Energie Cottbus skandierten homophobe Parolen und filmten Demonstrant:innen.

Zwar waren zwei rechtsextreme Gegenproteste angemeldet, doch erschienen nur etwa 90 Personen. Sie schlossen sich zu einer kleinen Kundgebung zusammen, die vom Ausmaß und der Energie der Hauptdemo deutlich überschattet wurde.

Die rekordhohe Beteiligung beim Cottbuser CSD 2025 sendete ein klares Signal gegen Hass und Einschüchterung. Organisator:innen und Teilnehmende betonten, wie wichtig weitere Unterstützung angesichts der anhaltenden Angriffe auf queere Räume sei. Der Erfolg der Veranstaltung stand in scharfem Kontrast zu den geringen Teilnehmerzahlen bei den rechtsextremen Gegenprotesten.

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