Gewalt in hessischen Gefängnissen: Mehr Angriffe auf Justizbeamte seit 2019

Alan Junk
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Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer Gruppe von Menschen, die vor einem Gebäude mit der Aufschrift "New York State Penitentiary" stehen, umgeben von Bäumen und einem bewölkten Himmel.Alan Junk

Mehr Gewalt unter Häftlingen als gegen Personal in Hessen - Gewalt in hessischen Gefängnissen: Mehr Angriffe auf Justizbeamte seit 2019

Gewalt in hessischen Gefängnissen bleibt Problem – leichter Anstieg von Angriffen auf Personal seit 2019

Die Gewalt in den Justizvollzugsanstalten Hessens gibt weiterhin Anlass zur Sorge. Aktuelle Zahlen zeigen einen leichten Anstieg von Übergriffen auf Bedienstete seit 2019, während die Vorfälle unter Häftlingen nicht signifikant zugenommen haben. Die Behörden beobachten die Entwicklung jedoch weiterhin genau. Justizminister Christian Heinz (CDU) äußerte sich zu dem Thema und betonte die laufenden Bemühungen, die Sicherheit in den Einrichtungen zu gewährleisten.

Zwischen Januar und August 2025 wurden in hessischen Gefängnissen 229 gewalttätige Auseinandersetzungen unter Inhaftierten registriert. Im selben Zeitraum gab es 28 mutmaßliche Angriffe auf Justizvollzugsbeamte. Zwar liegen keine genauen Zahlen darüber vor, wie viele dieser Fälle zur Anzeige gebracht wurden, doch die Behörden räumen ein, dass solche Vorfälle weiterhin vorkommen.

Die Haftbedingungen in Hessen sehen vor, dass Gefangene unter strengen Auflagen Zellen teilen dürfen, wobei maximal drei Insassen pro Zelle untergebracht werden. Stand 31. Oktober 2025 saßen 3.980 Häftlinge in Einzelhaft, während 552 eine Gemeinschaftsunterkunft nutzten. Trotz Kapazitätsengpässen mussten keine Haftbefehle wegen Überbelegung ausgesetzt werden.

Personalmangel verschärft die Herausforderungen: Im allgemeinen Vollzugsdienst sind derzeit 93 von rund 2.000 Stellen unbesetzt. Um der Gewalt entgegenzuwirken, wurden Maßnahmen wie Deeskalationstrainings, verstärkte Drogenkontrollen und bessere Schutzausrüstung für das Personal eingeführt. Minister Heinz wies darauf hin, dass das Gewaltniveau unter Häftlingen im Vergleich zu 2019 nicht stark angestiegen sei, während die Angriffe auf Bedienstete eine leichte Zunahme zeigen.

Das hessische Justizsystem bleibt damit gefordert, Sicherheit und Betriebsabläufe in Einklang zu bringen. Mit Schulungen und Ausrüstungsmodernisierungen sollen Risiken verringert werden. Angesichts der Personalengpässe und anhaltender Vorfälle bleibt die Aufrechterhaltung der Ordnung eine Priorität. Die Daten spiegeln die anhaltenden Bemühungen wider, Gewalt zu bekämpfen und gleichzeitig die Haftstandards einzuhalten.

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