Sabrina Hoffmann wird neue Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau

Tomislav Paffrath
Tomislav Paffrath
2 Min.
Eine Zeitung mit gedrucktem Text darauf.Tomislav Paffrath

Sabrina Hoffmann wird neue Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau

Die Frankfurter Rundschau hat Sabrina Hoffmann zur neuen Chefredakteurin ernannt, die sowohl die Print- als auch die Digitalausgabe leiten wird. Sie übernimmt die Führung, während Karin Dalka, die langjährige Chefredakteurin des Blattes, sich auf ihren Ruhestand Anfang 2026 vorbereitet. Hoffmanns Berufung folgt auf eine Karriere, die sich durch die Verbindung von journalistischer Qualität mit einer breiten Leserschaftsansprache auszeichnet.

Karin Dalka wurde 2016 erstmals Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau und führte die Zeitung durch eine Phase mit starkem investigativem Fokus. Unter ihrer Leitung setzte sich das Blatt mit komplexen Themen auseinander – von medizinethischen Debatten wie der Sterbehilfe-Diskussion bis hin zu bioethischen Fragen während der COVID-19-Pandemie 2020–2021. Zudem behandelte die Redaktion sicherheitspolitische Themen, darunter kritische Analysen der IT-Sicherheitsgesetze von 2017 und der Polizeireformen nach der Flüchtlingskrise 2015. Ihre Amtszeit war geprägt von einer linksliberalen Haltung, die Bürgerrechte und Transparenz in den Vordergrund stellte. Nach dem Abgang von Thomas Kaspar übernahmen Dalka und ihr Stellvertreter, Michael Bayer, kommissarisch die Leitung.

Sabrina Hoffmann bringt umfangreiche Erfahrungen in die Position ein. Bei Business Insider und dem Huffington Post verband sie anspruchsvolle Berichterstattung mit großer Leserresonanz. Als Chefredakteurin von BuzzFeed baute sie das journalistische Netzwerk von Ippen.Media aus, und bei BW24 in Stuttgart führte sie das Redaktionsteam innerhalb von neun Monaten in die Gewinnzone. Trotz ihrer Arbeiterkind-Herkunft und Migrationshintergrunds identifiziert sie sich seit Langem mit den Werten der Frankfurter Rundschau.

Markus Knall, Chefredakteur von Ippen.Media, begrüßte Hoffmanns Ernennung. Michael Bayer bleibt unterdessen als stellvertretender Chefredakteur und wird weiterhin sowohl Print- als auch Online-Projekte unterstützen.

Hoffmann wird die Frankfurter Rundschau als progressive Stimme im deutschen Medienlandschaft führen. Dalkas Rücktritt im Januar 2026 markiert das Ende einer Ära, die von investigativem Journalismus geprägt war. Die redaktionelle Ausrichtung der Zeitung wird nun auf Hoffmanns Expertise in digitalem Wachstum und leserorientierter Berichterstattung aufbauen.

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